Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Gute Ernährung bei Rheuma

Bei der Diagnose "Rheuma" kann die Anpassung der Ernährung an die neue Lebenssituation dabei helfen, Beschwerden zu vermindern und den Langzeitverlauf der Krankheit zu verbessern.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Ellen Ewen

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
4. November 2013
Bild: (c) elenathewise / clipdealer.com

Gesunde Unterstützung

"Rheuma" ist ein Sammelbegriff für verschiedene Erkrankungen, wie z.B. Arthrose, Fibromyalgie, Osteoporose und Gicht. Symptome sind oft Schmerzen in Gelenken oder Wirbelsäule und eine Einschränkung der Beweglichkeit. Eine Ernährungsumstellung kann bei rheumatischen Erkrankungen nicht die Medikamente ersetzen. Sie kann aber helfen, Beschwerden zu lindern. Etwa drei Monate nach Beginn der Ernährungstherapie können laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) erste Wirkungserfolge erzielt werden. Diese positiven Effekte verstärken sich dann in den folgenden 12 Monaten.

 

Ziel: Entzündungshemmung

Aufgrund der Vielzahl an Krankheitsbildern ist eine einheitliche Rheuma-Diät schwer zu definieren. Einige hilfreiche Richtlinien sind jedoch vorhanden. Wichtig sind eine Gewichtsreduktion (bei Übergewicht) zur Entlastung der betroffenen Gelenke und eine Ernährung, die entzündlichen Prozessen entgegen wirken kann. Der Erhalt des Normalgewichtes kann dabei helfen, die betroffenen Gelenke und Bänder zu entlasten.

Zur Bekämpfung der Entzündung bei den entzündlichen Rheumaarten muss die Aufnahme der "Arachidonsäure", die zu den Omega-6-Fettsäuren zählt, vermindert bzw. ganz gestrichen werden. Aus dieser werden entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet. "Arachidonsäure" ist ausschließlich in tierischen Lebensmitteln enthalten. Dazu zählen natürlich Fleisch- und Wurstwaren, aber auch Eier. Am besten ist es, komplett auf die Aufnahme der Arachidonsäure zu verzichten, denn die maximal erlaubte Menge ist bereits mit zwei kleinen Fleischmahlzeiten pro Woche erreicht.

Gegenspieler der Arachidonsäure ist die sogenannte Omega-3-Fettsäure. Diese kann helfen, die Produktion der Botenstoffe zu senken und wirkt somit entzündungshemmend.

 

Hilfreiche Ernährungstipps

Für eine optimierte Ernährung bei einer Rheuma-Erkrankung sollte auf eine verminderte Aufnahme von tierischen Lebensmitteln (aufgrund der enthaltenen "Arachidonsäure") geachtet werden. Nach Möglichkeit sollten mehr Omega-3-haltige Lebensmittel z.B. in Form von gesunden Ölen aufgenommen werden. Reich an Omega-3-Fettsäuren sind vor allem Soja-, Raps-, Walnuss- und Leinöl.

Auch viele Seefisch-Arten sind reich an Omega-3-Fettsäure. Daher ist es empfehlenswert, zwei Fischmahlzeiten pro Woche (Makrele, Hering oder Thunfisch) einzuplanen.

Zur Vorbeugung einer Osteoporose ist eine ausreichende Versorgung mit Calcium wichtig. Gute nicht-tierische Lieferanten sind frische Kräuter, Gemüse und Hülsenfrüchte. Auch calciumreiches Mineralwasser ist sehr zu empfehlen. Bei Osteoporose ist es besonders wichtig, auf eine vollwertige Ernährung und ein gesundes Gewicht zu achten.




Bildquellen von oben nach unten: (c) elenathewise / clipdealer.com, (c) KeRmo / sxc.hu, (c) volff / clipdealer.com, (c) CharlotteLake / clipdealer.com, (c) HeikeRau / clipdealer.com, (c) siamphotos / clipdealer.com, (c) TK-photography / clipdealer.com, (c) rafaelbenari / clipdealer.com, (c) Peter Bast / pixelio.de, (c) SeanPrior / clipdealer.com