Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Ballaststoffe und Zuckerstoffwechsel

Ballaststoffe sind kein Ballast, sondern erfüllen im menschlichen Körper wichtige Aufgaben – so die Regulierung der Darmfunktion und Vorbeugung von Krankheiten.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Silvia Zimmerer

Master of Science (Haushalts- und Ernährungs­wissenschaftlerin)
11. November 2013
Bild: (c) serrnovik / clipdealer.com

Ballaststoffe

Ballaststoffe sind Bestandteile vorwiegend pflanzlicher Nahrung, die im menschlichen Verdauungstrakt nicht oder nur unvollständig aufgespalten werden. Ballaststoffreiche Nahrungsmittel sind vor allem Obst, Gemüse, Pilze, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Man teilt die Ballaststoffe in wasserlösliche (z.B. Pektin, Agar, Guar, Inulin) und wasserunlösliche (z.B. Cellulose, Lignin) ein. Gemein ist allen Ballaststoffen (außer Lignin), dass sie zu den Kohlenhydraten zählen.

 

Kohlenhydrate

Kohlenhydrate lassen sich aufgrund ihres chemischen Aufbaus einteilen in:

  • Einfachzucker: Traubenzucker (Glukose) und Fruchtzucker (Fruktose)
  • Doppelzucker: Haushaltszucker, Rohrzucker (Saccharose), Milchzucker (Laktose) und Malzzucker (Maltose)
  • Mehrfachzucker: Stärke u. a.

Die verschiedenen Zucker finden sich u.a. in Früchten, Honig, Zuckerrüben und -rohr, Milch und Milchprodukte, Getreide und Kartoffeln.

 

Zusammenspiel

Kohlenhydrate werden im Verdauungssystem mit Hilfe von Enzymen zu Einfachzuckern abgebaut. Nur diese können über die Darmschleimhaut ins Blut transportiert werden. Ein Zuckeranstieg im Blut bewirkt eine Ausschüttung des Bauchspeicheldrüsen-Hormons Insulin. Einfach- und Doppelzucker-haltige Nahrungsmittel bewirken durch rasche Verdauung ein häufiger auftretendes Hungergefühl.

Ballaststoffreiche Nahrung hat im Vergleich mehrere Vorteile: Durch intensiveres Kauen isst man langsamer und weniger, da sich das Sättigungsgefühl mit weniger Nahrung einstellt. Ballaststoffe binden zudem viel Wasser und verzögern dadurch die Entleerung des Magens. Auch die Glukoseaufnahme im Darm wird verzögert.

All diese Faktoren führen dazu, dass die Bauchspeicheldrüse langsamer weniger Insulin ins Blut abgeben muss. Der Blutzuckerspiegel hält sich dadurch auf einem stabilen Niveau und Heißhungerattacken bleiben aus. Damit noch nicht genug: Ein hoher Ballaststoffkonsum wirkt sich ebenfalls positiv auf das Gewicht sowie andere Stoffwechselvorgänge im Körper aus.




Bildquellen von oben nach unten: (c) serrnovik / clipdealer.com, (c) pcock / sxc.hu, (c) ra3rn / clipdealer.com, (c) Monique / clipdealer.com, (c) rupaghosh / clipdealer.com, (c) Halina Zaremba / pixelio.de, (c) szefei / clipdealer.com, (c) HeikeRau / clipdealer.com, (c) sportlibrary / clipdealer.com, (c) dontcut / clipdealer.com, (c) jannyjus / clipdealer.com, (c) salvo / clipdealer.com, (c) tunedin123 / clipdealer.com, (c) dimabelokoni / clipdealer.com, (c) alex9500 / clipdealer.com, (c) shashkina / clipdealer.com, (c) solotry / clipdealer.com, (c) miradrozdowski / clipdealer.com