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Ernährung und Bewegung bei Diabetes

Dank immer besserer Insulinqualität und -wirksamkeit lässt es sich mit einem gut eingestellten Diabetes ohne große Einschränkungen leben. Bei dieser Erkrankung sind es jedoch gerade die Folgeerkrankungen, die sich erst im späteren Verlauf bemerkbar machen. Gegen sie kann jedoch besonders im Frühstadium viel getan werden.


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Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
9. März 2015
Bild: (c) elenathewise / clipdealer.com

Rolle des Insulins

Jede/r zehnte Deutsche leidet daran: Diabetes. Er taucht in zwei Varianten auf. Diabetes vom Typ 1 ist häufig angeboren oder tritt innerhalb von kurzer Zeit auf. Er zeichnet sich durch einen im Krankheitsverlauf auftretenden absoluten Insulinmangel aus. Insulin ist für den Abtransport von Zucker aus dem Blut in die Körperzellen zuständig. Zu viel Zucker im Blut ist für den ganzen Körper schädlich.

Typ 2 Diabetes hieß früher einmal "Altersdiabetes". Mittlerweile tritt er aber auch bei übergewichtigen Kindern und Jugendlichen auf. Typ 2 Diabetes entwickelt sich häufig schleichend. Bei ihm entwickelt der Körper eine Insulinresistenz. Das heißt, Insulin ist vorhanden, aber die Zellen reagieren nicht oder nur schlecht darauf. Also produziert die Bauchspeicheldrüse vermehrt Insulin, der Blutzuckerspiegel sinkt aber nur langsam.

 

Mögliche Folgen

Ein nicht behandelter Diabetes kann viele Folgen haben. Ein ständig erhöhter Blutzucker führt meistens zu einer Erhöhung des Blutdrucks. In Folge dessen steigen die Risiken für Herzinfarkt und Schlaganfall. Diabeter leiden im Alter häufiger an Augenkrankheiten wie dem Grauen oder Grünen Star. Viele dieser Folgen können durch einfache Maßnahmen verhindert werden.

 

Mit einfachen Mitteln

Die Ursache für Typ 1 Diabetes ist nicht immer zu finden. Bei Typ 2 gibt es jedoch ein immer wiederkehrendes Muster: Ungünstige Ernährung und Mangel an Bewegung führen zu Übergewicht. Diese Faktoren begünstigen Typ 2 Diabetes. Gerade deswegen lässt er sich aber auch besonders am Anfang einer Erkrankung gut bremsen.

Ein Zuckerverzicht oder dessen Einschränkung ist sehr sinnvoll. Diabetikern hilft auch eine Umstellung von Weißmehl auf Vollkornmehl. Frische rohe Salate sollten täglich auf dem Speiseplan stehen. Sie machen satt, lassen den Blutzucker nur langsam ansteigen und versorgen den Körper zudem mit wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen. Eine Gewichtsreduzierung oder das Halten eines gesunden Körpergewichts erweisen sich als sehr hilfreich.

Dazu kommt natürlich Bewegung. Es muss kein Marathonlauf oder sonstiger Leistungssport sein. Lange zügige Spaziergänge in der Natur und die Integration körperlicher Betätigung in den Alltag machen schon viel aus: Lassen Sie für kurze Wege doch einmal das Auto stehen. Gehen Sie zu Fuß oder schwingen Sie sich aufs Fahrrad.




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