Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Zero Waste – Einkauf ohne Verpackungsmüll

Bei Verpackung gilt das Motto: weniger ist mehr. Das schont die Natur und manchmal auch den Geldbeutel.


Pfeil nach links Drucker-Symbol Brief-Symbol Pfeil nach rechts

Anneke Schülein

Master of Science (Haushalts­wissenschaftlerin)
30. September 2019
Bild: (c) Serg64 / clipdealer.com

Warum unverpackt?

Nach einem Einkauf ist dies oft lästig: Obst und Gemüse sind von Umverpackungen aus Plastik oder engen Kunststoffnetzen zu befreien. Und ist der Aufschnitt aufgegessen, muss auch sein Kunststoffbehältnis entsorgt werden. Mindestens einmal im Monat müssen dann die sperrigen gelben Säcke an die Straße gestellt werden.

Die Herstellung von Verpackungen aus Kunststoff kostet riesige Mengen an Energie. Entsorgen und Wiederverwenden von Verpackungsmüll ist aufwändig und mühsam. Nicht selten landen Reste des Mülls in der Natur. Auf den Weltmeeren schwimmen mittlerweile Inseln aus Müll. Recyclen ist eine Lösung; doch womöglich gibt es einen Weg, den Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen?

 

Unverpackt-Läden

In Unverpackt- oder Ohne-Läden werden Konsumgüter (vor allem Lebensmittel) ohne Einweg-Verpackung verkauft. Im Verkaufsraum stehen große Behältnisse mit den Waren, sogenannte Bulk Bins. Es funktioniert wie beim Erdbeerenpflücken: mitgebrachte Behälter werden gewogen, befüllt und abschließend wieder gewogen. Der Inhalt wird bezahlt. Viele Waren werden auch in wiederverwertbaren Pfandbehältern angeboten. Neue Behälter können meist ebenfalls im Unverpackt-Laden erworben werden. Neben Lebensmitteln bieten viele Unverpackt-Läden auch Grundstoffe für Reinigungsmittel und Körperpflege an.

 

Viele weitere Möglichkeiten

Kein Unverpackt-Laden in der Nähe? – Nehmen Sie doch einfach zum nächsten Stopp beim Bäcker einen sauberen Leinenbeutel mit; denn auch die Herstellung von Papiertüten kostet wertvolle Ressourcen.

In vielen Supermärkten und Metzgereien können die frischen Waren mittlerweile direkt in mitgebrachte Gefäße gefüllt werden. Gemüse und Obst können auch lose im Korb gesammelt werden. So werden die kleinen Kunststofftüten vermieden. Der Kauf von großen Packungen spart Verpackung – übrigens auch der Verzicht auf Fertigprodukte.

Schön zu wissen, dass auch viele große Supermarktketten daran arbeiten, Verpackung zu sparen. Milch steht mittlerweile wieder verstärkt in Mehrwegflaschen in den Regalen, Joghurt in Gläsern. Und auch Obst und Gemüse wird häufiger in Mehrweg- statt in Kartonkisten transportiert. Also: lets zero waste!



Bildquellen von oben nach unten: (c) Serg64 / clipdealer.com, (c) JLPfeifer / clipdealer.com, (c) khunaspix / clipdealer.com, (c) topteen / clipdealer.com