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Feldsalat – willkommener Vitaminspender im Winter

Für alle, die auch im Winter knackige Rohkost lieben, ist der Feldsalat eine wunderbare Bereicherung des Speiseplans, denn wenn andere Salate aus Südeuropa kommen, hat Feldsalat hierzulande Saison.


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Manuela Marin

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
3. Januar 2011
Bild: (c) Halina Zaremba / pixelio.de

Vom Unkraut zur Kulturpflanze

Die Vorfahren des Feldsalats waren als "Unkraut" in ganz Eurasien verbreitet. Die Wildform wuchs früher an Weg- und Feldrändern und zum Ärger der Landwirte auch auf dem Getreideacker. Lange Zeit war das Pflänzchen daher alles andere als beliebt – bis es als wohlschmeckende Salatpflanze erkannt und kultiviert wurde. Heute wird das ehemalige Unkraut, das auch Rapunzel, Ackersalat, Mausöhrchen oder Nüsslisalat heißt, von vielen sehr geschätzt.

Das anspruchslose, frostharte Kraut ist jedoch kein "typischer" Blattsalat, sondern gehört zur Familie der Baldriangewächse. Seine hauptsächliche Ernte- und Angebotszeit reicht von Oktober bis April. Feldsalat wird im Freiland und zunehmend im Gewächshaus kultiviert. Freilandware ist geschmacksintensiver und nitratärmer.

 

Knackige Vitaminbombe

Feldsalat ist ein echter Wintersalat und damit in der kalten Jahreszeit einer der wichtigsten Vitaminspender. Früher hatte er die Aufgabe, die Menschen vor dem "bösen Scharbock" – besser bekannt als Vitamin C-Mangelerkrankung Skorbut – zu schützen. Aber nicht nur der Vitamin C-Gehalt, sondern auch die Menge an Provitamin A ist höher als beispielsweise bei Kopfsalat und Endivien. Darüber hinaus versorgt Feldsalat den Körper mit Folsäure, Kalium, Calcium und Eisen. Neben der Petersilie ist er einer der bedeutendsten Eisenspender unter den Gemüsepflanzen.

Da Feldsalat zur Familie der Baldriangewächse zählt, enthalten seine Wurzeln und teilweise auch die Blätter Baldrianöl, das Magen beruhigend wirkt. In der Pharmazie werden diese ätherischen Öle zur Herstellung nervenstärkender Mittel genutzt.

 

Liebevolle Zubereitung erwünscht

Feldsalat ist sehr empfindlich und welkt schnell, deshalb sollten die zarten Blätter rasch verzehrt werden. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält er sich nur wenige Tage frisch. Vor dem Waschen werden Wurzelende und gelbe Blätter entfernt. Da Feldsalat oft sehr sandig ist, muss er mehrmals kurz und gründlich gewaschen werden. Anschließend sollte er gut trocken geschleudert werden, denn feuchter Feldsalat fällt beim Anmachen mit Salatsauce sofort zusammen. Ganz besonders knackig wird Feldsalat, wenn man ihn vor dem Marinieren in einer Plastiktüte zehn Minuten in den Kühlschrank legt.

 

Tipp – auf die Kombi kommt es an

Besonders hübsch wirkt Feldsalat, wenn man die Pflänzchen ganz lässt und nur die Wurzelenden entfernt. Sein leicht nussiger Geschmack harmoniert besonders gut mit frischen Pilzen, Zwiebeln und warmem Schafskäse oder geröstetem Speck; aber auch Granatapfelkerne sind eine höchst empfehlenswerte Ergänzung.




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