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Ahornsirup – Süße aus Nordamerika

Ahornsirup ist der eingedickte Saft des Zucker-Ahorns und eines der ältesten und hochwertigsten Naturprodukte. Heute wird der goldbraune Sirup besonders wegen seines einzigartigen Geschmacks geschätzt.


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Claudia Zok

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
30. Mai 2011
Bild: (c) dspruitt / sxc.hu

Der Ahornbaum

Ahornbäume wachsen bis zu 40 Meter hoch und sind hauptsächlich in Kanada und den USA verbreitet. Der Ahornbaum fällt vor allem im Herbst durch die leuchtend gelb bis dunkelrot gefärbten Blätter auf. Nicht zuletzt wegen dieser Farbenpracht ist das Ahornblatt zu einem Wahrzeichen von Kanada geworden und sogar auf der Nationalflagge abgebildet.

 

Eine Legende

Es gibt sehr unterschiedliche Geschichten über die Entdeckung des süßen Saftes, den der Ahornbaum in sich trägt. Die Ureinwohner Kanadas sollen ihn erstmals entdeckt haben. Einer Legende zufolge, stellte eine Squaw einen Eimer unter einem Ahornbaum ab. Als sie diesen am Abend zum Kochen mit Wasser füllen wollte, stellte sie fest, dass sich darin eine süße Flüssigkeit befand. Schnell wurde erkannt, dass der süße Saft aus der Rinde des Ahornbaumes tropfte. Von diesem Zeitpunkt an wurden Löcher in die Ahornbäume gebohrt und die austretende Flüssigkeit aufgesammelt. Über einer Feuerstelle kochten die Einwohner den Saft zu einem Sirup ein und verwendeten ihn fortan zum Süßen ihrer Speisen.

 

Gewinnung und Herstellung

Wenn im Frühjahr die ersten Sonnenstrahlen für höhere Temperaturen sorgen, beginnt die Zeit der Ahornsirup-Gewinnung. Zu diesem Zeitpunkt wandeln die Wurzeln die gespeicherte Stärke in Zucker um und transportieren diesen durch den gesamten Stamm bis zu den Knospen hinauf.

Dieser Zeitpunkt wird genutzt, um durch Anbohren des Stammes einen Teil des Pflanzensaftes abzuzapfen. Dafür wird in das Bohrloch ein Ausgießer gesteckt, durch den dann die Flüssigkeit direkt in einen Eimer tropft oder über einen Schlauch zu größeren Behältern geleitet wird.

Innerhalb von 24 Stunden wird der Saft in einem sogenannten Zuckerhaus zu Sirup eingedampft und anschließend abgefüllt. Durch das Eindicken entwickelt der Saft seine typische Farbe und entfaltet sein volles Aroma.

 

Geschmack und Farbe

In Abhängigkeit vom Erntezeitpunkt entwickelt der Ahornsirup unterschiedliche Geschmacksnuancen, und auch die Farbe variiert in ihrer Intensität. Unterschieden werden vier Qualitätsstufen: Grad AA, A, B und C, wobei Grad AA für die höchste Güteklasse steht. Dieser Sirup ist von goldgelber Farbe und hat einen sehr milden und feinen Geschmack. Ahornsirup von Grad C ist bernsteinfarben und schmeckt sehr herb und kräftig.

Rezept-Tipp: Genießen Sie den einzigartigen Geschmack von Ahornsirup zusammen mit den regional typischen Pancakes.




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