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FdH – Einfach die Hälfte futtern?

(Fr)Iss die Hälfte! Dieses Motto gehört zu den bekanntesten Regeln für Abnehmwillige, die auf der Suche nach der richtigen Methode sind. Leider werden dabei nicht nur die Kalorien halbiert.


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Ingeborg Fischer-Ghavami

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
16. März 2009
Bild: (c) Alex5248 / sxc.hu

Wie funktioniert die Diät?

Wird die Verzehrsmenge um 50 Prozent eingeschränkt, spart man natürlich die Hälfte der Kalorien. Und weniger Energie aufzunehmen als der Körper verbraucht, ist die Voraussetzung, um die körpereigenen Fettreserven zum Schmelzen zu bringen. So weit – so gut.

 

Ist die Diät unbedenklich?

Die halbe Menge von allem zu essen, bedeutet gleichzeitig, dass nur noch die Hälfte der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufgenommen wird. Der Bedarf an diesen lebenswichtigen Vitalstoffen sinkt beim Abnehmen jedoch keineswegs. In einer Ernährungsweise, wie sie heute weit verbreitet ist, mit einem hohen Anteil von Lebensmitteln auf der Basis von Zucker und Weißmehl sowie stark fetthaltigen Lebensmitteln, ist die Versorgung mit Mikronährstoffen (Vitamine, Mineralstoffe u. a.) ohnehin nicht optimal. Man spricht von einer geringen Nährstoffdichte, also wenig Mikronährstoffe je Kalorie.

Wird nun von diesen Lebensmitteln einfach die Hälfte weggelassen, droht ein Mangel an lebenswichtigen Nahrungskomponenten. Zudem fehlen Ballaststoffe, die gerade bei kleinen Portionen das Sättigungsgefühl verbessern.

 

Was wäre empfehlenswert?

Bei ungünstigen Ernährungsgewohnheiten ist es also wenig empfehlenswert, einfach die Hälfte von allem zu essen. Vielmehr ist es sinnvoll, Lebensmittel mit hoher Nährstoffdichte zu bevorzugen. Dazu zählen Obst, Gemüse, Vollkornprodukte, fettarme Milch und Milchprodukte sowie mageres Fleisch und magerer Fisch. Gemüse, Salat und Obst (z. B. Bananen und Beerenfrüchte) schneiden am besten ab, wenn es um die Versorgung mit der gesamten Palette der lebens- und leistungswichtigen Vitamine und Mineralstoffe geht.

 

Fazit

Diese Methode ist nur dann geeignet, wenn die Lebensmittelauswahl schon recht gesund ist und lediglich zu viel gegessen wird. Sind jedoch Süßigkeiten, Knabbereien oder fettreiche Lebensmittel Hauptbestandteile der täglichen Kost, droht bei FdH eine Unterversorgung mit lebenswichtigen Vitalstoffen. Sinnvoller ist es, fett- und zuckerreiche Lebensmittel durch eine abwechslungsreiche, nicht zu hoch kalorische Auswahl zu ersetzen.




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