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Döner – eine Berliner Erfindung

Döner ist kein Gericht der klassischen türkischen Küche. Lesen Sie, wer der tatsächliche Erfinder des beliebten Fast-Food-Hits ist.


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Irmingard Dexheimer

Diplom-Ökotrophologin (Ernährungs­wissenschaftlerin)
18. März 2013
Bild: (c) fotografci / clipdealer.com

Zahlen und Fakten

Jährlich gehen über 750 Millionen Döner über die Theke – kein Fast-Food-Essen ist hierzulande beliebter. Doch schon gewusst? Döner wird in der Türkei ganz anders zubereitet als hierzulande. Den deutschen Döner hat sich Kadir Nurman in seiner Berliner Imbissbude am Bahnhof Zoo 1972 ausgedacht. Der aus Anatolien stammende Gastronom war von Anfang an vom Erfolg seines Döners überzeugt.

Die Urversion des Nurman´schen Döners bestand aus einem hellen Brötchen, gefüllt mit gehacktem Kalb- oder Rindfleisch, Zwiebeln und grünem Salat – mehr nicht. Später packte der Döner-Erfinder das Fleisch in Fladenbrot.

Das Erfolgsprodukt bekam viele Nachahmer. Variationen mit Tomaten, Chili, Kraut und Hähnchen fanden bald reißenden Absatz, ebenso wie vegetarische Döner.

 

Inspirationsquelle

Im Prinzip hat sich Nurman vom amerikanischen Hamburger und von türkischen Kebap-Gerichten inspirieren lassen.

Kebaps, sprich türkische Braten, gibt es in Dutzenden von Variationen. Es gibt sie gegrillt, am Spieß oder als Ragout, umhüllt von Teig, mit Auberginen oder ganz edel mit Trüffeln.

Döner Kebap – das bekannteste Kebapgericht – heißt übersetzt so viel wie "sich drehender Braten". Die knusprig gegrillte, würzige Außenschicht säbeln Dönerköche mit einem langen, scharfen Messer in dünnen Streifen ab. In der Türkei servieren sie es auf Tellern mit Reis und Salat.

Bei Iskender Kebap handelt es sich um dünn geschnittenes Lammfleisch vom Dönerspieß, das mit Tomaten, gerösteten Fladenbrotwürfeln, Joghurt und geschmolzener Butter auf Tellern angerichtet wird.

 

Ehrung für das Lebenswerk

Wenn Döner-Pionier Kadir Nurman sein Produkt als "Nurman Kebap" zum Patent angemeldet hätte, wäre er heute Millionär. Immerhin ist er auf der "Döga", der weltweit ersten Dönermesse in Berlin, vor zwei Jahren für sein Lebenswerk geehrt worden.

Dem Erfindergeist sind keine Grenzen gesetzt. Seit neuestem gibt es den ersten Obst-Döner-Laden. Dort gibt es für den süßen Gaumen frische Waffeln, mit frischen Früchten gefüllt, wahlweise mit Karamell- oder Schokosauce, Kokosraspeln, bunten Streuseln, zerkleinerten Keksen oder Süßigkeiten als Topping.




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